| Die Freude war riesengroß! Im Kreis tanzten die Frauen des TSVE 1890 Bielefeld nach dem überragenden und überraschenden zweiten Platz beim zweiten Wettkampf der 2. Triathlon Bundesliga-Nord. In Gütersloh beim Dalkeman gelang Narda Forero, Sandra Wullenkord, Tina Beinke und Mareike Walkenhorst der ganz große Coup, mit dem niemand gerechnet hatte. Damit orientieren sich die Aufsteigerinnen in der neuen Liga gleich wieder nach ganz oben.; Grundstein für das Podium war wieder einmal die Schwimmstärke der drei Bielefelderinnen, die in die Endwertung kamen. Aber auch die vierte im Bunde, Mareike Walkenhorst, die zwei Wochen zuvor ihre Teamkolleginnen beim Rennen ohne Windschattenfreigabe in Harsewinkel noch deutlich hatte distanzieren können, schlug sich tapfer. Aber Bundesligatriathlon bedeutet, dass die nur ein knappes Achtel der gesamten Wettkampfdauer ausmachende Auftaktdisziplin strategische Bedeutung erfährt. Wer dort nicht vorne mit aus dem Wasser kommt, für den ist beim Radfahren "der Zug abgefahren" - im wahrsten Sinne des Wortes. Walkenhorst biss sich aber alleine über die Radstrecke und legte trotzdem noch eine der schnellsten Laufzeiten des Tages hin - chapeau! Sie kam als 28. ins Ziel.; Vorne hätte es schöner nicht laufen können. Tina Beinke und Sandra Wullenkord schafften mit einer starken Vorstellung im Wasser den Sprung in die erste Radgruppe, eine Minute dahinter lag Narda Forero glänzend positioniert unter den Verfolgern. Alle drei konnten sich in ihren Gruppen halten. Foreros Radgruppe machte auf dem flachen 10-Kilometer-Rundkurs etwas Zeit auf die Spitze gut, und sie folgte ihren Teamkolleginnen knapp 25 Sekunden später auf die Laufstrecke.; Dann aber schlug die Stunde der gebürtigen Kolumbianerin. Bei ihr lief es trotz kühler 15 Grad auf den abschließenden zehn Kilometern einfach rund. In der letzten der beiden Runden konnte sie noch einmal Tempo machen und sich vorarbeiten. Insgesamt reichte es zu einem beeindruckend geschlossenen Mannschaftsergebnis: Forero kam auf Platz elf ein, Wullenkord auf Rang zwölf und Beinke wurde mit wenig Abstand 14. Das reichte zum zweiten Platz in der Tageswertung mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Team aus Bonn.; Auch für den Ex-Bielefelder im Uerdinger Bundesliga-Exil, Marcelo Ruiz, lief es rund. Hatte er zwei Wochen zuvor in Harsewinkel noch mit seiner abschließenden Laufleistung gehadert, so bekamen seine Laufsohlen am Gütersloher Postdamm wieder gewohntes Lauftempo zu spüren. Er erreichte mit dem 23. Platz sein bislang bestes Ergebnis. Seine Mannschaft musste sich allerdings mit dem elften Platz begnügen. |Text: VON MARCELO RUIZ, NW |