TSVE-Pokal
Beim diesjährigen TSVE-Pokal in der Almhalle, bei dem mit Maria Kaaß auch eine amtierende Weltmeisterin am Start war, gingen insgesamt 58 Turnerinnen und Turner der Rhönradabteilung des TSVE 1890 Bielefeld an den Start. Für viele junge Turnerinnen war es erst der erste oder zweite Wettkampf: Malin Wendt, Hanga Katona, Karim Krämer, Ida Voß und Ameli Huskic konnten erste Wettkampferfahrungen sammeln. Ameli trat dabei in die Fußstapfen ihrer älteren Schwestern und konnte mit einem ordentlichen Vorsprung die Anfängerklasse gewinnen. Auch Matilda Baumgärtner, Clara Gärtner, Greta Ellinger, Annabell Biel, Samia Tempel, Edda Tiemann, Malou Arlabosse, Maira Escher, Eena Claußen und Luisa Weeber konnten weitere Wettkampferfahrungen sammeln.
Schon richtige Wettkampf-Profis sind die Kids aus dem Westfalenkader: Elli Simeonov gewann die Konkurrenz im Zusatzwettbewerb Sprung mit einem sicheren Salto vorwärts. Auch in der Spirale, in der sie alle ihre Übungen schaffte, gelang der Sprung aufs Treppchen (Platz 3). Nova Finkenrath wurde mit einer sehr schönen und ordentlich geturnten Geradekür Zweite und musste sich nur Teamkollegin Rania Weber geschlagen geben, die erstmalig ihre schwierige Wettkampfkür fehlerfrei turnte. Im Sprung hatte dann Nova die Nase vorn, wurde mit ihrem Überschlag zweite vor der drittplatzierten Rania.
In der Altersklasse 7/8 landete Mina Huskic auf Platz 1, Lina Vorschütz zeigte wie gewohnt eine super Kür und war über Platz 2 überglücklich. Das Bielefelder Podest vervollständigte Mira Krämer, die nach eigener Aussage „endlich die Brücke kann“ und dadurch wertvolle Schwierigkeitspunkte sammelte. Mit 10,55 Punkten schaffte Mira erstmals die 10-Punkte-Marke und setzte sich gegen Teamkolleginnen Eena Clasßen (Platz 5) und Tilda Schalk, die erstmals einen Sitzaufschwung turnte, bei dem aber leider etwas Schwung fehlte (Platz 8), durch.
Die Altersklasse 11/12 startete erstmals im Zweikampf, das heißt, dass Sprung und Gerade zusammen gewertet werden: Ava Hagenbäumer wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und erturnte mit jeweils 12,35 Punkten in beiden Disziplinen die Höchstwertung des Tages in dieser Altersklasse. Sie gewann deutlich mit mehr als 2 Punkten Vorsprung vor Clara Helwart. Clara lag vor dem abschließenden Sprung noch auf Platz drei, konnte sich aber mit einem guten Überschlag mit halber Drehung noch auf Platz 2 vorkämpfen. Auf Platz drei landete Amelie Block, die sich in den letzten Monaten zu einer richtigen Wettkampfturnerin entwickelt hat. Sie turnte ihre Geradekür ohne einen einzigen Wackler durch und schrammte im Sprung nur um 0,05 Punkte an der magischen 10 Punkte-Marke vorbei. Für Hannah Peters, Jette Bühn, Line Schümann und Nila Husemann (Platz 4 bis 7) lief es nicht ganz rund.
Ava konnte darüber hinaus noch eine tolle Spiralekür zeigen und auch hier die Konkurrenz für sich entscheiden, Clara folgte erneut auf Platz 2.
In der L13/14 und L15/16 gingen nur Bielefelder an den Start: Bei den jüngeren Teenies sicherte sich Lotta Schumann nach gewohnt sicherer Geradekür und nochmals stark verbessertem Sprung mit 0,25 Punkten Vorsprung den Sieg vor ihrer Freundin Caroline Brandt, die nach längerer Wettkampfpause ebenfalls ihre Kür mit Höchstschwierigkeit ordentlich durchturnte und und dafür die höchste Wertung des Tages in ihrer Altersklasse erhielt. In der Disziplin Sprung zeigte sie dazu einen guten Salto. Mila Brünler folgte auf Rang 3. Auch sie konnte sich über eine durchgeturnte Kür und eine gute Wertung freuen; zum letzten Wettkampf hat sie sich dabei um fast 2 Punkte verbessert. Nach zwei Großabzügen in der Geradekür kam Luisa Fuchs auf Platz vier, gefolgt von Carla Merkel und Leonie Gilles, die ihre neue Gerade Kür bis auf ein Schwierigkeitsteil am Ende schön sauber turnte.
In der L15/16 setzte sich wie gewohnt Vava Kilimnik an die Spitze des Feldes, gefolgt von Annalena Panhorst, die ihre Kür mit einem Knieumschwung und einem Kniependelhang startete – zwei schwierige Übungen, die sie in den letzten Wochen viel trainiert hat. Beide Teile turnte sie mutig durch. Zudem zeigte sie einen neuen Sprung, den sie erst vor wenigen Trainings gelernt hat: Für den Überschlag mit halber Drehung erhielt sie 11,30 Punkte, ihre bisher höchste Sprungwertung, die Freude über Platz 2 war groß. Noch größer war die Freude bei der drittplatzierten Ida Ebmeyer: Musste sie beim Kaderpokal vor drei Wochen ihre Kür noch nach Großabzügen vorzeitig beenden, gelang ihr dieses Mal eine völlig neue Kürübung nahezu optimal. Das gemeinsame Training mit der zweitplatzierten Annalena hat sich ausgezahlt, Ida konnte alle ihre geplanten Wertteile zeigen, lediglich bei einem Verbindungsteil fehlte ein wenig der Schwung. Gemeinsam mit der Trainerin wurde kurzerhand improvisiert und noch ein zusätzliches Teil gezeigt. Auch im Sprung konnte Ida noch einmal zulegen und die 11 Punkte-Marke erstmals knacken. Auf Platz vier folgte Sprungspezialistin Emma Anton, die leider im Geradeturnen ihre Schwierigkeitselemente nicht wie geplant zeigen konnte. Sie startete nach längerer Spiralepause zusätzlich in einem Zusatzwettkampf in dieser Disziplin, konnte hier einige neue Teile zeigen und musste sich lediglich Routinierin Tabea Beyer geschlagen geben, die sich nach noch längerer Spiralepause am Wettkampftag spontan ins Rad schwang und zeigte, dass man Rhönradturnen nicht so schnell verlernt.
In der 30+ gingen drei Bielefelderinnen an den Start: Anna Merkel musste leider schon früh in der Kür einen Sturz hinnehmen, turnte alles andere aber souverän durch und wurde Vierte. Carolin Peste startete ihre Kür mit ihrem Lieblingsteil, einem Kombiteil, was 1,8 Punkte an Schwierigkeit bringt und neu in der Kür ist – und das Teil klappte. Mit einem Lächeln im Gesicht turnte Caro dann die gesamte Kür sicher zu Ende und freute sich über Platz 2. Nachdem Sina Niedermeyer-Krämer bei den letzten Wettkämpfen oft Pech hatte, konnte sie endlich zeigen, dass sie ihre Übungen beherrscht. Sie gewann mit 12,80 Punkten den Pokal in der AK 30+ und freute sich über den erfolgreichen Wettkampf.
In der Bundesklasse konnte Inga Anton erstmals nach längerer Pause wieder einen Salto zeigen und behielt ihre Nerven auch im Geradeturnen im Griff und konnte mit 13,25 Punkten für die durchgeturnte Kür sehr zufrieden sein. Niki Mylonas, die lange verletzt war, zeigte in allen Disziplinen ihre Küren für die neue Wettkampfsaison, die sie mit vielen neuen Elementen bereits durchturnen konnte. Im Sprung zeigte sie einen gestreckten Salto. Am Ende stand Platz 3 zu Buche. Helene Strobl startete in einer Gruppe mit Spiraleweltmeisterin Maria Kaaß, die sich in absoluter Topform präsentierte und mit fast 50 Punkten die Konkurrenz deklassierte. Aber auch Helene zeigte sich in guter Form und konnte einige neue Elemente, wie zum Beispiel einen Kniependelhang mit anschließendem Aufschwung, zeigen. Sie wurde hinter Maria Zweite.
Ronja Beckmann, die endlich ihr Röllchen in der Spirale schaffte, schuf mit ihrer mitreißenden Musikkür, die sie selbstsicher präsentierte, den perfekten Übergang zwischen dem klassischen Rhönradwettkampf und den anschließenden Showklassen im Paarturnen.
Im Paarturnen der Kids setzte sich Ema mit Partnerin Elli mit ihrer Kür zur Musik aus „The Greatest Showman“ gegen ihre kleine Schwester Mina mit Freundin Rania durch. Bei den Teenies siegten Lotta und Caroline mit ihrer „We will rock you“-Performance vor ihren Teamkolleginnen Ava/Inga, Line/Carla und Hannah/Nila.



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